Das Model Context Protocol ist die Steckdose, über die ein Sprachmodell Werkzeuge bedient — ein Semantikmodell lesen, eine SQL-Abfrage ausführen, eine Excel-Datei öffnen. Es ist eine Steckdose, kein Freibrief: Was der Agent darf, legt der Server fest.
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den ein Sprachmodell Werkzeuge entdeckt und aufruft. Ein MCP Server stellt diese Werkzeuge bereit — zum Beispiel „lies das Semantikmodell“, „führe diese DAX-Abfrage aus“, „liste die Measures auf“ — und beschreibt sie so, dass das Modell versteht, wann welches Werkzeug passt. Der Client (Claude Desktop, Claude Code, ein eigener Agent) verbindet sich mit dem Server und lässt das Modell die Werkzeuge nutzen.
Der Unterschied zur API: Eine API ist für Programmierer gebaut — sie braucht Code, der weiß, welche Endpunkte es gibt. Ein MCP Server ist für Modelle gebaut: Er beschreibt seine Werkzeuge in natürlicher Sprache, das Modell wählt selbst. Der Unterschied zum Konnektor: Ein Power-BI-Konnektor holt Daten in ein Modell. Ein MCP Server gibt einem Agenten Zugriff auf das Modell — in beide Richtungen, lesend und auf Wunsch schreibend.
Deshalb ist MCP Steckdose, nicht Freibrief: Welche Werkzeuge existieren, was sie lesen dürfen und ob sie schreiben dürfen, entscheidet der Server — nicht das Modell. Ein gut gebauter Power BI MCP Server liefert nur Metadaten, prüft jede Änderung gegen Regeln und protokolliert jeden Aufruf. Die zwölf Fragen unten sind die Checkliste dafür.
Das Sprachmodell sieht nie das Modell. Es sieht, was jemand hineinkopiert — und morgen wieder von vorn.

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Ein MCP Server ist ein Programm, das einem Sprachmodell Werkzeuge bereitstellt und in natürlicher Sprache beschreibt — zum Beispiel „lies dieses Power-BI-Modell“ — und dabei festlegt, was das Modell damit darf.
Nur, wenn er dafür Werkzeuge anbietet. Ein sicher gebauter Server liefert lesend Metadaten und gibt Änderungen als Vorschläge zurück, die geprüft und freigegeben werden, bevor sie eingespielt werden. Ob ein Server schreiben darf, ist eine Konfigurationsentscheidung, keine Eigenschaft von MCP.
Nein. MCP ist ein offener Standard; Claude Desktop und Claude Code sind verbreitete Clients, aber auch andere Agenten-Frameworks und Modelle sprechen das Protokoll. Der Server bleibt derselbe, der Client ist austauschbar.
Das hängt vom Server ab. Ein Server, der nur Metadaten-Werkzeuge anbietet, gibt keine Werte weiter. Ein Server mit einem Abfrage-Werkzeug gibt Ergebnisse der Abfrage weiter. Die MCP-Sicherheitscheckliste prüft genau diesen Punkt als erste Frage.
Wir zeigen in 30 Minuten, wie der Power BI MCP Server auf Metadaten arbeitet, und gehen die zwölf Fragen mit Ihnen durch.