„Copilot Agent“ steht bei Microsoft für vier verschiedene Produkte — mit verschiedenen Lizenzen, Grenzen und Sprachen. Dieses Kapitel legt die drei Wege nebeneinander, die in Projekten wirklich zur Wahl stehen, und beantwortet die Frage, die jedes Meeting blockiert: Brauchen wir F64?
Fabric Data Agents sind ein eigenständiges Artefakt in Microsoft Fabric, allgemein verfügbar seit der FabCon im März 2026: bis zu fünf Datenquellen — Lakehouse, Warehouse, Power-BI-Semantikmodell, KQL-Datenbank, gespiegelte Datenbank oder Ontologie —, eigene Anweisungen, bis zu 100 Beispielabfragen je Quelle, ausschließlich Leseabfragen über NL2SQL, NL2DAX und NL2KQL. Sie beantworten Fragen; sie bauen kein Modell. Copilot in Power BI ist der Chat im geöffneten Bericht: Er fasst zusammen, erzeugt Visuals und DAX-Abfragen und bezieht sich nur auf diesen Bericht.
F64 ist keine Agenten-Pflicht. Copilot in Power BI braucht einen Arbeitsbereich auf kostenpflichtiger Fabric-Kapazität oder Power BI Premium ab P1; eine Fabric Copilot Capacity, über die Copilot- und Data-Agent-Nutzung zentral abgerechnet wird, liegt mindestens auf F2 oder P1. F64 bleibt die Schwelle, ab der Berichtsempfänger keine Pro-Lizenz mehr brauchen — ab rund 250 Nutzern wirtschaftlich. Die wichtigste Einschränkung für den DACH-Raum steht nicht im Preisblatt: Data Agents unterstützen derzeit keine nicht-englischen Sprachen.
Ein MCP-Agent — Claude mit dem lokalen MCP-Server von ABIS — ist der dritte Weg: Er liest das Semantikmodell als Metadaten, schreibt Measures, Seiten und Dokumentation als Vorschlag, läuft gegen 61 Regeln und braucht keine Fabric-Kapazität. Die Entscheidung ist deshalb keine Produktfrage: Wer Fragen im Bericht beantworten will, nimmt Copilot; wer über mehrere Fabric-Quellen auf Englisch fragen darf, den Data Agent; wer das Modell bauen, prüfen und dokumentieren will — auf Deutsch, lokal, geregelt —, den MCP-Agenten. In allen drei Fällen gilt: Die Antwortqualität ist eine Funktion der Metadaten, nicht des Produkts.
Das Meeting dauert eine Stunde und endet ohne Entscheidung — weil vier verschiedene Dinge gemeint sind.

Kurzantwort und Problem-Schaubild oben sind offen. Das Lösungs-Schaubild mit ABIS und DBI Agentic BI, den vollständigen Text und das Arbeitsmaterial aller Kapitel schalten Sie mit Ihrer Firmen-E-Mail frei — einmal für den ganzen Agentic BI Guide, kein zweites Formular.
Nein. Data Agents und Copilot brauchen eine kostenpflichtige Fabric-Kapazität; eine Fabric Copilot Capacity liegt mindestens auf F2 oder P1. F64 ist die Schwelle, ab der Berichtsempfänger keine Pro-Lizenz mehr brauchen — eine Verteilungsfrage, keine KI-Frage.
Copilot im Bericht ist der Chat im geöffneten Bericht und bezieht sich nur auf diesen. Ein Fabric Data Agent ist ein eigenes Artefakt mit bis zu fünf Datenquellen, eigenen Anweisungen und Beispielabfragen, das Leseabfragen über NL2SQL, NL2DAX und NL2KQL erzeugt und sich in Teams oder Foundry einbinden lässt.
Stand November 2026 unterstützen Fabric Data Agents keine nicht-englischen Sprachen. Für einen Rollout an deutschsprachige Fachbereiche ist das die wichtigste Einschränkung — Copilot in Power BI und MCP-Agenten mit Claude arbeiten auf Deutsch.
Nein. Data Agents erzeugen ausschließlich Leseabfragen. Measures anlegen, Reportseiten bauen und Modelle dokumentieren ist die Aufgabe eines MCP-Agenten mit Schreibweg — als Vorschlag, gegen einen Regelsatz geprüft und von einem Menschen freigegeben.
Ein KI-Agent — etwa Claude —, der über das Model Context Protocol an einen Server wie ABIS andockt. Der Server stellt Werkzeuge bereit (Measures lesen, DAX ausführen, Seiten bauen), entscheidet, was erlaubt ist, und protokolliert jeden Aufruf. Der Agent sieht nur Metadaten; Daten bleiben im Haus.
In 30 Minuten gehen wir Lizenz, Datenzugriff und Governance Ihrer Umgebung durch und sagen, ob Copilot, Data Agent oder MCP-Agent der nächste Schritt ist — und was das Modell dafür braucht.