Drei Berichte, drei Werte für denselben Umsatz: Ein Semantic Layer definiert jede Kennzahl genau einmal — und ist damit die Schicht, aus der ein KI-Agent Bedeutung bezieht. Was dort nicht steht, erfindet er.
Ein Semantic Layer ist die Schicht zwischen Daten und Berichten, in der Kennzahlen, Dimensionen und Beziehungen genau einmal in Fachsprache definiert sind: „Umsatz netto“ ist eine Formel mit einem Besitzer, nicht drei verschiedene DAX-Ausdrücke in drei Berichten. Jeder Bericht, jede Abfrage und jeder Agent greift auf dieselbe Definition zu.
Das Power-BI-Semantikmodell ist eine Ausprägung davon — ein Semantic Layer, der im Power-BI-Dienst lebt und von Berichten dieses Dienstes gelesen wird. Snowflake Semantic Views sind eine andere: Dieselben Definitionen liegen im Data Warehouse und sind für jedes Werkzeug lesbar, nicht nur für Power BI. Die Frage ist nicht „welche Technologie“, sondern „wo liegt die Logik, und gibt es sie nur einmal“.
Für KI-Agenten ist diese Schicht die einzige Quelle für Bedeutung. Ein Agent liest keine Dashboards, er liest Definitionen: Name, Formel, Beschreibung, Einheit, Verantwortlicher. Fehlt die Beschreibung, erfindet das Modell eine plausible — und genau so entstehen Halluzinationen im Reporting.
Jede Zahl ist intern stimmig. Nur meinen sie nicht dasselbe — und niemand im Raum sieht die Formel dahinter.

Kurzantwort und Problem-Schaubild oben sind offen. Das Lösungs-Schaubild mit ABIS und DBI Agentic BI, den vollständigen Text und das Arbeitsmaterial aller Kapitel schalten Sie mit Ihrer Firmen-E-Mail frei — einmal für den ganzen Agentic BI Guide, kein zweites Formular.
Ja, für alles, was im Power-BI-Dienst liest. Es ist ein Semantic Layer mit einem Konsumentenkreis. Sobald SQL-Clients, andere BI-Werkzeuge oder Agenten außerhalb von Power BI dieselben Definitionen brauchen, wird die Logik zusätzlich im Warehouse oder in einer eigenen Schicht gebraucht — oder das Modell wird über MCP für sie lesbar gemacht.
Snowflake Semantic Views sind Views im Data Warehouse, die neben der SQL-Logik Metadaten tragen: Fachname, Beschreibung, Synonyme, Dimensionen, Kennzahlen. Sie machen Definitionen für jedes SQL-fähige Werkzeug und für Sprachmodelle lesbar — die Logik liegt damit vor Power BI, nicht in DAX.
Ein Dashboard zeigt Zahlen, nicht ihre Definition. Ein Agent kann aus dem Visual „Umsatz 4,2 Mio.“ nicht ableiten, ob netto oder brutto, mit oder ohne Retouren gerechnet wurde. Diese Information steht nur in der Definition des Measures — oder nirgends.
Die Bestandsaufnahme zeigt am Lineage-Graphen, wo Logik doppelt liegt und welche Definition in den Semantic Layer gehört.