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Power BI und Snowflake: Kennzahlen einmal definieren, überall nutzen

Power BI auf Snowflake ist in Minuten verbunden. Aufwendig wird die Logik: Kennzahlen, Mappings und Joins stecken in jedem Report einzeln und rechnen auseinander. Unsere Bestandsaufnahme zeigt mit einem Lineage-Graphen, welche Logik als View nach Snowflake gehört und welche in DAX bleibt.

Festpreis 9.980 €2–3 Wochen1 Datenprodukt plus 2–4 ReportsNur Metadaten, nur lesend
Schema: Drei Power-BI-Reports für Vertrieb, Controlling und Management zeigen denselben Umsatz von 12,4 Mio. €, weil alle aus einer Snowflake-View mit einer Definition lesen. Darunter die Kette Salesforce, dbt, Tabellen.
Power BI × Snowflake
01 · Verbindung

Wie verbinde ich Power BI mit Snowflake?

Über den Snowflake-Connector in Power BI Desktop: Daten abrufen → Datenbank → Snowflake, dann Server-URL und Warehouse eintragen und Import oder DirectQuery wählen. Die Verbindung steht in wenigen Minuten. Der Aufwand liegt woanders: in der Logik, die danach in jedem Report entsteht.

Neue Verbindungen nutzen seit Juli 2025 standardmäßig die Connector-Implementierung 2.0 auf Basis des ADBC-Treibers. Microsoft empfiehlt die Anmeldung über Microsoft Entra ID. Daneben gibt es Schlüsselpaar-Authentifizierung, Service Principal und in Fabric die Workspace Identity. Benutzername und Passwort laufen aus, weil Snowflake die Anmeldung mit nur einem Faktor abschaltet.

Single Sign-on über Entra ID funktioniert nur mit DirectQuery. Dann gelten die Row Access Policies in Snowflake für jeden Betrachter einzeln. Ob die Aktualisierung im Power BI Service ein Gateway braucht, hängt von den Netzwerkregeln Ihres Snowflake-Kontos ab.

Stand: November 2026, geprüft gegen die Microsoft-Learn-Dokumentation zum Snowflake-Connector.

Für die meisten Reports ist Import die bessere Voreinstellung. DirectQuery lohnt sich, wenn Daten minutenaktuell sein müssen, das Modell zu groß für den Import ist oder die Zeilenberechtigung je Benutzer in Snowflake greifen soll. Zusammengesetzte Modelle mischen beides.

KriteriumImportDirectQuery
AktualitätStand des letzten Refresh, geplant bis zu 8-mal täglich mit Pro, 48-mal mit Premium oder Fabric-KapazitätJede Abfrage liest den aktuellen Stand aus Snowflake
AntwortzeitSchnell, die Daten liegen komprimiert im SemantikmodellHängt von Warehouse-Größe, SQL und Modell ab; jede Interaktion im Visual erzeugt Abfragen
Kosten in SnowflakeRechenzeit nur beim RefreshRechenzeit bei jeder Abfrage auf dem Warehouse; Ergebnis-Cache und Aggregationen senken sie
DatenmengeBegrenzt durch die Modellgröße der Lizenz, mit Pro 1 GB je ModellNicht durch die Modellgröße begrenzt
BerechtigungenRow-Level Security im Power-BI-ModellMit Entra-ID-SSO wirken die Row Access Policies in Snowflake je Benutzer
DAX und Power QueryVoller FunktionsumfangPower-Query-Schritte müssen nach SQL übersetzbar sein; manche DAX-Muster werden langsam
02 · Das Problem

Warum zeigt dieselbe Kennzahl in drei Reports drei Werte?

Weil jede Kennzahl dort definiert wird, wo sie gebraucht wird: im Report. Jedes Power-BI-Modell rechnet Umsatz, Marge oder Pipeline mit eigenem DAX, eigenen Power-Query-Schritten und eigenen Filtern. Snowflake liefert dieselben Tabellen, die Reports machen daraus verschiedene Zahlen.

Kennzahlen zentralisieren heißt: eine Definition je Kennzahl, gepflegt in Snowflake und von allen Reports gelesen. Dafür muss zuerst sichtbar sein, wo welche Variante steckt. Das zeigt nur eine Data Lineage über alle Schichten, vom Quellsystem über dbt und die Views bis zum Measure im Visual.

Ursachen

Sechs Ursachen, die wir in Power-BI-Modellen auf Snowflake regelmäßig finden

DAX

Gleiche Kennzahl, andere Formel

Drei Modelle, drei Measures „Umsatz“: einmal mit Storno, einmal ohne, einmal zum Tageskurs statt zum Stichtagskurs.

Power Query

Joins und Filter im Report

Fakten und Dimensionen entstehen in M-Abfragen. Jeder Report baut sie neu, mit eigenen Filtern und eigener Join-Reihenfolge.

Mappings

Hartkodierte Werte

Länder-, Währungs- und Produktzuordnungen stehen als Literale in DAX, M oder SQL. Ändert sich ein Mapping, stimmt nur ein Teil der Reports.

Granularität

Mehrfachzählung durch Joins

Hängt an einem Datensatz eine n:m-Eigenschaft wie Tags, vervielfacht der Join die Zeilen. Die Summe wirkt plausibel, bis jemand nachrechnet.

Zeitlogik

Snapshots falsch aggregiert

Werden Stichtags-Snapshots summiert statt gefiltert, wächst die Pipeline mit jedem Stichtag. Fehlende Wechselkurse lassen Beträge still aus der Summe fallen.

Zugriff

Reports an den Datenprodukten vorbei

Einzelne Reports lesen direkt aus Landing- oder Rohschichten. Dort gelten weder die geprüfte Logik noch die Zugriffsregeln der Datenprodukte.

03 · Zielbild

Was gehört nach Snowflake, was bleibt in DAX?

Was mehrere Reports brauchen, kommt als View auf die bestehenden Tabellen nach Snowflake: Kennzahl-Definitionen, Mappings, Hierarchien und Schlüssel. In DAX bleibt, was vom Filterkontext abhängt, etwa Time Intelligence oder Anteile an der aktuellen Auswahl.

So wird Snowflake zum Data Warehouse für Power BI im eigentlichen Sinn. Die Views enthalten nur die Spalten, die Reports tatsächlich lesen, mit kanonischen Namen und Einheiten. Die Datenprodukte hängen nicht mehr an einzelnen Reports, und mehrere Teams bauen darauf eigene Reports, ohne Logik zu kopieren.

dbt erweitern wir nur, wenn die Tabellen die Logik nicht tragen: bei fehlenden Attributen, fehlender Historie oder zu langsamen Abfragen. Das hält die Änderung klein und den bestehenden Ladeprozess unangetastet.

Zielbild als Kette: Quellsysteme wie Salesforce und ERP bleiben unverändert, dbt wird nur bei fehlenden Attributen, Historie oder Performance erweitert, Snowflake-Views enthalten Kennzahl-Definitionen, Mappings, Hierarchien, Schlüssel und nur genutzte Spalten, Power BI behält in DAX Time Intelligence, Anteile an der Auswahl und SELECTEDVALUE. Drei Reports für Vertrieb, Controlling und Management lesen dieselbe Kennzahl Umsatz EUR.
Logik wandert von den Reports in Views auf den bestehenden Tabellen. DAX rechnet nur noch, was von der Auswahl im Report abhängt. Grafik in voller Größe öffnen

Die Faustregel je Art von Logik:

LogikSnowflakePower BI (DAX)
Kennzahl mit fester Definition, etwa Umsatz EUR oder MargeSpalte in der View, eine Definition für alle ReportsNur noch SUM über die fertige Spalte
Währungs-, Länder- und Produkt-MappingsMapping-Tabelle oder Mapping-View statt LiteralEntfällt
Joins, Filter und Typkonvertierung aus Power QueryIn der View, gemeinsame Grundlage aller ModellePower Query lädt nur noch
Zeit-, Regions- und ProdukthierarchienKonforme Dimensions-Views, einmal gepflegtHierarchie im Modell auf die fertigen Spalten setzen
Time Intelligence wie Vorjahr oder YTDNicht sinnvoll, hängt von der Auswahl im Report abBleibt in DAX, auf Basis einer Datumstabelle
Anteile, Rankings, SELECTEDVALUENicht abbildbarBleibt in DAX
ZeilenberechtigungRow Access Policy, wirkt bei DirectQuery mit SSO je BenutzerRow-Level Security im Modell bei Import oder technischem Benutzer
04 · Semantic Views

Snowflake Semantic Views: Was übernimmt Snowflake aus Power BI?

Snowflake liest ein Power-BI-Modell als .pbix oder .pbit ein und erzeugt daraus eine Semantic View für Cortex Analyst. Tabellen, Beziehungen und die meisten Measures kommen mit, Measures werden zu Metriken. Time Intelligence, SELECTEDVALUE, Calculation Groups und berechnete Tabellen übernimmt Snowflake nicht.

Die Datei darf höchstens 250 MB groß sein. Snowflake liest das ganze Semantikmodell ein, nicht nur die Tabellen eines Reports. Measures, die im Report statt im Modell liegen, fehlen danach. Tabellen aus anderen Quellen als Snowflake oder mit leeren Parametern werden verworfen.

Wer auf Semantic Views umsteigen will, muss vorher wissen, welcher Teil seiner Logik übertragbar ist. Das beantwortet die Bestandsaufnahme: Sie ordnet jedes Measure zu, ob Snowflake es übernimmt, ob es als View besser aufgehoben ist oder ob es in DAX bleibt.

Stand: November 2026, geprüft gegen die Snowflake-Dokumentation zum Power-BI-Import.

Element im Power-BI-ModellÜbernahmeDetails
TabellenÜbernommenTabellen aus Snowflake mit Namen, Spalten und Datentypen
BeziehungenÜbernommenMany-to-many nur, wenn eine Seite einen eindeutigen Schlüssel hat
MeasuresGrößtenteilsWerden zu Metriken, auch über mehrere Tabellen; CALCULATE, FILTER, ALL und REMOVEFILTERS funktionieren
Berechnete SpaltenTeilweiseNur Berechnungen innerhalb einer Tabelle
Power-Query-SchritteTeilweiseUmbenennungen und neue Spalten, die sich in SQL ausdrücken lassen
Time IntelligenceNicht übernommenTOTALYTD, SAMEPERIODLASTYEAR, PREVIOUSMONTH
Auswahlabhängige FunktionenNicht übernommenSELECTEDVALUE, ALLSELECTED, ISFILTERED
Calculation Groups und berechnete TabellenNicht übernommenWerden verworfen, ebenso alle Measures, die darauf zugreifen
Statistik und TabellenfunktionenNicht übernommenMEDIAN, PERCENTILE, STDEV, RANKX, TOPN, SUMMARIZE
05 · Vorgehen

Wie gehen wir bei der Bestandsaufnahme vor?

In fünf Phasen: Zugänge klären, Assets erfassen, Lineage-Graph bauen, Thesen prüfen, Maßnahmen ableiten. Jeder Befund aus Dokumentation oder Fachbereich ist zunächst eine These. Zur Maßnahme wird er erst, wenn Code, Metadaten oder Konfiguration ihn belegen.

Der Lineage-Graph reicht von den Quellsystemen über dbt und die Snowflake-Views bis zu jedem Measure, jeder berechneten Spalte und jedem Visual in Power BI. Jedes Objekt ist ein Knoten mit Herkunft und Beleg. Darauf prüfen wir: Welche Kennzahlen sind doppelt definiert, welche View-Spalten liest kein Report, welche Reports greifen an den Datenprodukten vorbei?

Den Graphen bauen wir in ABIS, unserem Werkzeug für agentische BI-Governance. KI-Agenten beantworten darauf Herkunftsfragen wie „Woher kommt Umsatz EUR?“ und schlagen vor, welche Logik in welche View wandert. Regeln auf dem Graphen prüfen nach jeder Änderung, ob das Modell noch stimmt. So arbeiten die Agenten schnell, aber innerhalb geprüfter Grenzen.

Scan und Erhebung bauen wir als Programm, nicht als Handarbeit. Jeder Lauf liefert dieselben Strukturen und lässt sich für weitere Datenprodukte oder nach Änderungen wiederholen, mit Differenz zum letzten Stand.

Ablauf in sechs Phasen: 0 Zugänge klären, 1 Assets erfassen, 2 Lineage-Graph bauen, 3 Thesen prüfen, 4 Maßnahmen ableiten gehören zur Bestandsaufnahme mit 2 bis 3 Wochen und Festpreis; 5 Umsetzen in Paketen wird separat geschätzt. In Phase 3 fließen Dokumentation, Befunde der Doku-Analyse und Feedback der Fachbereiche ein. Jede Phase hat ein Ergebnis, von der Zugriffs-Checkliste bis zum Maßnahmenkatalog.
Das Vorgehen ist für jedes weitere Datenprodukt wiederholbar. Widerlegte Thesen bleiben dokumentiert. Grafik in voller Größe öffnen
PHASE 0Woche 1

Zugänge klären

Lesende Rollen in Snowflake, im dbt-Repository und in Power BI anfordern und testen. Sie beschaffen intern, wir liefern die Checkliste je System.

PHASE 1Woche 1

Assets erfassen

Die 2 bis 4 priorisierten Reports als PBIP sichern und per Programm scannen: Datenquellen, M-Abfragen, Fakten- und Dimensionsableitung, Measures, genutzte Views.

PHASE 2Woche 1–2

Lineage-Graph bauen

dbt-Manifest und Snowflake-Systemviews auslesen, mit dem Power-BI-Scan zusammenführen, fehlende Kanten und Spaltenherkunft ergänzen. Ergebnis ist ein Knowledge Graph, abfragbar für KI-Agenten.

PHASE 3Woche 2

Thesen prüfen

Jede These gegen Code, Metadaten, Konfiguration und Graph prüfen. Ergebnis je These: bestätigt oder widerlegt, mit Beleg und, wo möglich, mit einer Kennzahl zur Auswirkung.

PHASE 4Woche 3

Maßnahmen ableiten

Nur für bestätigte Thesen: Ziel, Akzeptanzkriterien, Aufwand in Personentagen, Priorität. Abstimmung mit Ihrem Team, danach als Workitems angelegt.

Aus der Praxis: Industriekonzern, Salesforce → dbt → Snowflake → Power BI

Ein Industriekonzern lädt CRM-Daten aus Salesforce über dbt nach Snowflake und stellt sie als Views für Power BI bereit. Eine Analyse der View-Dokumentation hat 17 Befunde ergeben, ohne Code oder Daten zu sehen.

In der Bestandsaufnahme prüfen wir diese Befunde zusammen mit einer weiteren These aus dem Power-BI-Teil als 18 Thesen gegen Code, Metadaten und Graph. Der Umfang: ein Datenprodukt, 2 bis 4 Reports, 13 Personentage einschließlich 30 % Puffer.

06 · Wechsel

Sie wechseln nach Snowflake: Was passiert mit den Reports?

Die Reports müssen auf Snowflake umgestellt werden: Verbindungen, M-Abfragen und eingebettetes SQL. DAX bleibt in den meisten Fällen unverändert, weil es auf dem Semantikmodell rechnet und nicht auf der Datenbank. Der Wechsel ist trotzdem der beste Zeitpunkt, Logik nach Snowflake zu verlagern.

Snowflake bietet dafür SnowConvert AI. Das Werkzeug stellt Power-BI-Reports im Format .pbit von SQL Server, Azure Synapse, Oracle, Teradata, Redshift oder PostgreSQL auf Snowflake um: Tabellen, Views und eingebettete SQL-Abfragen. Die übrigen M-Schritte bleiben erhalten. DAX und Geschäftslogik erwähnt die Dokumentation nicht, komplexe SQL-Abfragen brauchen Nacharbeit.

Wer nur umstellt, nimmt doppelte Kennzahlen, hartkodierte Mappings und Power-Query-Joins mit auf die neue Plattform. Die Bestandsaufnahme zeigt vor dem Umzug, welche Logik in Views wandert und welche Reports danach dieselbe Kennzahl lesen.

Sie lösen kein Data Warehouse ab, sondern Tableau, Cognos, SSRS oder einen Power-BI-Tenant? Diese Wege beschreibt unsere Seite zur Power BI Migration.

KriteriumNur umstellenUmstellen und Logik verlagern
Aufwand vorabGering, teilweise automatisiert2 bis 3 Wochen Bestandsaufnahme vor dem Umbau
Kennzahlen danachWeiter je Report definiertEine Definition je Kennzahl in Snowflake
Nächster ReportKopiert Logik aus einem bestehenden ReportLiest fertige Spalten aus der View
Änderung an einer SpalteWirkung auf andere Reports unbekanntBetroffene Reports und Modelle stehen im Graphen
07 · Festumfang

Was umfasst die Bestandsaufnahme und was kostet sie?

Ein Datenprodukt in Snowflake mit seinen dbt-Modellen und 2 bis 4 Power-BI-Reports, in 2 bis 3 Wochen zum Festpreis von 9.980 €. Wir lesen ausschließlich Metadaten: Objekte, Spalten, Abhängigkeiten und Konfiguration. Geschäftsdaten sehen wir nicht, Prüfabfragen liefern nur Kennzahlen.

Die Bestandsaufnahme ist ein bezahltes Audit und geht tiefer als die kostenfreie Fabric-Analyse. Die Fabric-Analyse zählt Ihren Bestand für eine Migration nach Microsoft Fabric. Die Bestandsaufnahme prüft die Logik eines Datenprodukts bis zur einzelnen Kennzahl und belegt jede Aussage.

Nicht im Festpreis enthalten ist die Bereinigung selbst: Logik in Views verlagern, Compliance-Regeln einrichten, Reports umstellen. Diese Pakete schätzen wir im Maßnahmenkatalog und beginnen sie erst nach Ihrer Freigabe.

  • 9.980 €Festpreis zzgl. USt.
  • 2–3 Wochenab getesteten Zugängen
  • 13 PTAufwand inkl. 30 % Puffer
  • 0 Datensätzenur Metadaten, nur lesend
Aufwand

13 Personentage, offen aufgeschlüsselt

Aufwand enthalten

13 PT

10 PT netto plus 30 % Komplexitätspuffer

Umfang

1 + 2–4

ein Datenprodukt plus 2 bis 4 Power-BI-Reports aus Ihrer Prioritätenliste

Bezugsgröße für den Festpreis: ein Datenprodukt in Snowflake mit seinen dbt-Modellen und 2 bis 4 Power-BI-Reports aus Ihrer Prioritätenliste. Weitere Reports, Workspaces oder Datenprodukte schätzen wir als eigenes Paket.
ArbeitsblockAufwand
ZugängeLesende Rollen anfordern, abstimmen und testenPositionen 10,5 PT
ErfassungReports scannen, Lineage erhebenPositionen 2–33,0 PT
AnalyseKnowledge Graph, Regelentwurf, ThesenprüfungPositionen 4–55,0 PT
ÜbergabeMaßnahmenkatalog und AbstimmungsterminPositionen 61,5 PT
Puffer30 % auf 10 PT nettoPositionen 73,0 PT
Gesamt · 7 Positionen13 PT
Alle 7 Positionen im Detail
#PositionPT
Zugänge0,5 PT
1Zugänge beschaffen und testenSnowflake, dbt-Repository, Power BI und Projekt-Repository, mit Ihren Administratoren abgestimmt0,5
Erfassung3,0 PT
2Power-BI-Assets einsammeln und scannen2 bis 4 Reports als PBIP: Datenquellen, M-Abfragen, Fakten- und Dimensionsableitung, genutzte Views1,5
3Lineage aufbauen und ergänzendbt-Manifest und Snowflake-Systemviews, nur lesend; Spaltenherkunft und Kennzahlen ergänzt; als wiederholbares Programm1,5
Analyse5,0 PT
4Knowledge Graph aufbauen und analysierenKnoten- und Kantentypen, Abhängigkeiten, doppelte Logik, Zugriffspfade; erster Regelentwurf, mit Ihnen abgestimmt3,0
5Thesen prüfenJede These gegen Code, Metadaten, Konfiguration und Graph; Auswirkung als Kennzahl2,0
Übergabe1,5 PT
6Maßnahmenkatalog ableitenNur bestätigte Thesen: Ziel, Akzeptanzkriterien, Aufwand, Priorität; Abstimmungstermin inkl. Vor- und Nachbereitung1,5
Puffer3,0 PT
7KomplexitätspufferUnbekannter Code-Stand, Zugänge, Umgebung3,0

Wartezeiten auf Zugänge zählen nicht zur Laufzeit. Die 2 bis 3 Wochen beginnen, sobald alle lesenden Zugriffe getestet sind.

Voraussetzungen

Was wir von Ihnen brauchen

Alle Zugriffe sind lesend und betreffen nur Metadaten. Zwei Ausnahmen: ein CI-Job im dbt-Repository und ein Projekt-Repository für die Ergebnisse. Lizenzen und Konten stellen Sie bereit.

SnowflakeLesende Rolle auf die Projekt- und Landing-Datenbanken, die Datenbankrollen GOVERNANCE_VIEWER und OBJECT_VIEWER und ein Warehouse der Größe XS.
dbt-RepositoryDeveloper-Rolle für einen CI-Job, der das dbt-Manifest exportiert, dazu Einsicht in Freigaberegeln und geschützte Branches.
Power BIKonto mit Pro-Lizenz und Rolle Mitwirkender auf den Workspaces der priorisierten Reports, dazu eine Linkliste nach Priorität.
Projekt-RepositoryEin Repository bei Ihnen, etwa in Azure DevOps, für PBIP-Dateien, Lineage-Daten und Ergebnisse. Alles bleibt versioniert in Ihrem Haus.

Optional, wenn intern freigegeben: ein Snowflake MCP Server mit derselben Leserolle. Dann stellen KI-Agenten Metadaten- und Prüfabfragen direkt gegen Snowflake.

Werkzeugkette: Aus Snowflake werden über eine lesende Rolle ACCOUNT_USAGE und GET_LINEAGE gelesen, aus dem dbt-Repository per CI-Job das manifest.json, aus dem Power BI Service die Reports als PBIP. Ein versioniertes Scan-Programm führt alles zu einem Knowledge Graph in ABIS zusammen, den ein KI-Agent über MCP abfragt, etwa: Woher kommt Umsatz EUR, welche Reports lesen diese Spalte, wo ist die Marge anders definiert.
Lizenzen, Konten und das Projekt-Repository mit allen Ergebnissen bleiben bei Ihnen. Grafik in voller Größe öffnen
Ergebnis

Was Sie nach 2 bis 3 Wochen in der Hand haben

Im Festpreis enthalten

  • Lineage-Graph vom Quellsystem bis zum Visual, jede Kante mit Herkunft
  • Asset-Inventar der 2 bis 4 Reports mit genutzten Views und Verbindungsweg
  • Thesenliste mit Status und Beleg, bestätigte Thesen mit Kennzahl
  • Liste doppelter und abweichender Kennzahl-Definitionen
  • View-Spalten ohne Nutzung und Report-Zugriffe an den Datenprodukten vorbei
  • Zuordnung je Measure: Snowflake-View, Semantic View oder DAX
  • Maßnahmenkatalog mit Aufwand und Priorität, als Workitems angelegt
  • Scan- und Erhebungsprogramm in Ihrem Repository, jederzeit wiederholbar
Preis

Drei Stufen, eine Entscheidung je Stufe

Erstgespräch

0 €

30–45 Minuten · remote

  • Ausgangslage und Ziel klären
  • Klären, ob die Bestandsaufnahme passt
  • Liste der benötigten Zugänge

Bestandsaufnahme

9.980 €

Festpreis zzgl. USt. · 2–3 Wochen · remote

  • 1 Datenprodukt plus 2 bis 4 Power-BI-Reports
  • Lineage-Graph, Thesenliste, Maßnahmenkatalog
  • Nur lesender Zugriff auf Metadaten
  • Wiederholbares Scan-Programm in Ihrem Repository
  • Keine Folgeverpflichtung

Umsetzung

Festpreis je Paket

geschätzt im Maßnahmenkatalog

  • Logik in Snowflake-Views verlagern
  • Compliance-Regeln auf dem Graphen und als dbt-Tests
  • Reports auf die Datenprodukte umstellen
08 · Häufige Fragen

Power BI und Snowflake: häufige Fragen

Wie verbinde ich Power BI mit Snowflake?
Über den Snowflake-Connector in Power BI Desktop: Daten abrufen, Datenbank, Snowflake. Sie tragen Server-URL und Warehouse ein und wählen Import oder DirectQuery. Microsoft empfiehlt die Anmeldung über Microsoft Entra ID. Die Verbindung steht schnell, der Aufwand liegt in der Logik der Reports.
Import oder DirectQuery mit Snowflake?
Import liefert schnelle Reports, aktualisiert wird per Refresh, mit Pro bis zu 8-mal am Tag. DirectQuery zeigt aktuelle Daten, dafür läuft jede Abfrage auf dem Snowflake-Warehouse und kostet dort Rechenzeit. Single Sign-on über Entra ID funktioniert nur mit DirectQuery; dann gelten die Row Access Policies in Snowflake je Benutzer.
Müssen wir DAX ändern, wenn wir von SQL Server auf Snowflake wechseln?
DAX bleibt meist unverändert, weil es auf dem Semantikmodell rechnet. Anpassen müssen Sie Verbindungen, M-Abfragen und eingebettetes SQL; dafür bietet Snowflake das Werkzeug SnowConvert AI. Bei DirectQuery kann sich das Laufzeitverhalten ändern. Der Wechsel ist der beste Zeitpunkt, Logik nach Snowflake zu verlagern.
Gehört Kennzahlenlogik in DAX oder in Snowflake?
Was mehrere Reports brauchen, kommt als View nach Snowflake: Kennzahl-Definitionen, Mappings, Hierarchien und Schlüssel. In DAX bleibt, was vom Filterkontext abhängt, etwa Time Intelligence, Anteile an der Auswahl oder SELECTEDVALUE. dbt erweitern wir nur, wenn die Tabellen die Logik nicht tragen.
Wie lange dauert die Bestandsaufnahme?
2 bis 3 Wochen für ein Datenprodukt und 2 bis 4 Reports, gerechnet ab den getesteten Zugängen. Wir brauchen nur Lesezugriff auf Metadaten, keine Geschäftsdaten. Der Aufwand liegt bei 13 Personentagen einschließlich 30 % Puffer.
Was kostet die Bestandsaufnahme?
9.980 € zzgl. USt. als Festpreis für ein Datenprodukt und 2 bis 4 Reports. Abgerechnet wird das Ergebnis, nicht der Aufwand. Die Umsetzung schätzen wir im Maßnahmenkatalog als eigene Pakete; eine Folgeverpflichtung gibt es nicht.
Was übernimmt Snowflake aus einem Power-BI-Modell in Semantic Views?
Tabellen, Beziehungen, die meisten Measures als Metriken und berechnete Spalten innerhalb einer Tabelle. Nicht übernommen werden Time Intelligence, SELECTEDVALUE, Calculation Groups und berechnete Tabellen. Measures, die nur im Report statt im Modell liegen, liest Snowflake ebenfalls nicht.
Funktioniert die Bestandsaufnahme auch ohne dbt?
Ja. Ohne dbt lesen wir die Abhängigkeiten aus den Snowflake-Systemviews und dem SQL der Views. Mit dbt kommt das Manifest dazu, das Modelle, Quellen und Tests vollständig beschreibt.
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Welche Logik gehört bei Ihnen nach Snowflake?

30–45 Minuten Erstgespräch, kostenfrei und ohne Verpflichtung. Danach wissen Sie, ob die Bestandsaufnahme passt und welche Zugänge wir brauchen.